Tante Friedl

Mit Tandem und Fahrradanhänger ist Tante Friedl sozusagen CO2-neutral unterwegs und möchte
damit auch auf die Notwendigkeit eines konsequenten Umweltschutzes und die Klimawahl 2021in
Deutschland aufmerksam machen.
Ihre Lieder sind dabei wichtige künstlerische Kommentare zu den mannigfaltigen ökologischen
und sozialen Problemen, mit denen die Gesellschaften konfrontiert sind.
Was Tante Friedls „Volksmusik“ betrifft, dürfen die Zuhörer:innen getrost alle Vorurteile begraben,
die sie möglicherweise in Bezug auf dieses vielfältige und weitläufge Genre haben. Das Duo
verwendet Volksmusik nicht wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern als Material, um
Aktuelles im historischen Kontext sichtbar zu machen.
Tante Friedl ist der festen Überzeugung, dass Volksmusik einen bereichernden Austausch und
eine gegenseitige Wertschätzung innerhalb und zwischen Kulturen unterstützen und sich damit
der Ausbreitung nationalistischer Ideen und der damit verbundenen Abgrenzung von anderen
Kulturen entgegenstellen kann.
Mit viel Liebe und harter, aber immer vergnüglicher Arbeit wurde das Album „Tandem“ 2020 von
Magdalena und Dan in ihrem Pop-up-Pandemie-Heimstudio aufgenommen und bearbeitet. Der
Berliner Produzent Tomás Peralta unterstützte dabei ihre Vorstellung, die Aufnahmen über die
einfache Darstellung einer kraftvollen Live-Performance hinausgehen zu lassen. Hierfür wurde der
Stereoraum mit zusätzlichen Stimmen, Instrumenten und Klanglandschaften gekonnt ausgefüllt.
Tomás Peralta bereicherte die Arrangements nicht nur mit seinem genialen Produktionsverstand,
sondern auch mit seinen Fähigkeiten als Multiinstrumentalist mit Kontrabass und Mandoline.
Besondere Hörerlebnisse sind die kurzen Zwischentracks des Albums, die die Hörerinnen und Hörer
mit auf die musikalische und geografsche Reise von Lied zu Lied nehmen. Inspiriert dazu wurde
das Duo bei der Zusammenarbeit mit dem Autor und Hörspielregisseur Kilian Leypold für das
Hörspiel „Eine Nacht mit Jolene“, Bayerischer Rundfunk 2020. Die Produktionsfackel wurde dann
an den in New York ansässigen Toningenieur und Produzenten Adam Pietrykowski übergeben, der
den Sound von „Tante Friedl“ zu einer reichen und dynamischen Mischung formte. Den letzten
Schliff übernahm der Mastering-Ingenieur Pieter De Wagter in den belgischen „EQuuS“ -Studios.
Last but not least unterstützt das Berliner Independent Label „Blue Whale Records“, das von einem
engagierten und kreativen Team von Musiker:innen für Musiker:innen geführt wird, die
Veröffentlichung des Albums.

https://tantefriedl.eu/

 

Jürgen Rickmers 

Durch die Stürme des 19. Jahrhunderts“ ein Live-Musik-Podcast
Wir erzählen die Lebensgeschichte des Föhrer Kapitäns Jürgen Rickmers (1825-1907) als Live-Podcast-Show mit
Musik, Sounds und Stimmen.
Die Erzählweise, eine 60-minütige Show
Die Verquickung von Musik, Sprache und Sound steht bei dieser
Inszenierung ganz oben. Der Sprecher
Peter Bieringer und die
Schauspielerin & Sängerin
Franziska Herrmann führen uns mit
ihren angenehmen Stimmen durch die abenteuerliche Geschichte
von Jürgen Rickmers. Der Journalist
Daniel Hautmann liest
Tagebucheinträge von Zeitzeug*innen vor.
Hagen Kuhr (Cello) und Dominik Dittrich (Klavier) spielen live
zum Stück. Begleitet von
Bente Faust, dem Ururenkel von
Rickmers, der auf der Bühne die Synthesizer und Beatmaschinen
bedient und Geräusche produziert.
Jan Plewka, Jana Alu, Björn
Maass, Marshall Titus
oder Morgan Finlay werden als musikalische Gäste wechselweise an den
verschiedenen Abenden dabei sein.
Ein ausgefeiltes und lebendiges Sounddesign macht den Jürgen-Rickmers-Podcast zu einem
besonderen Hörgenuss. „
Mini Musical“, „Live Hörspiel“ „lebendiger Geschichtsunterricht,
„Roadmovie für die Ohren“
waren nur einige Bezeichnungen, die Zuschauer*innen in einem
Feedback-Fragebogen für den Live Podcast fanden.
Warum ist die Geschichte von Jürgen Rickmers für uns heute interessant?
Mit Rickmers Leben erzählen wir vor allem die Geschichte einer Ära. Es ist die Mitte des 19.
Jahrhunderts. Diese Zeit ist bis heute prägend, wie kaum eine andere. Es ist der Vorabend der
Moderne – die Welt ist im Umbruch, das globale Machtgefüge verändert sich.
Es geht um einen waschechten Friesen, den Föhrer Kapitän Jürgen Rickmers, der im 19.
Jahrhundert die gesamte Welt bereist hat. Jürgen Rickmers brachte tausende Auswanderer von
Hamburg nach New York. Er transportierte Baumwolle aus den Südstaaten nach England oder Reis
von China nach Charlston. Rickmers war mit nur 25 Jahren bereits Schiffsführer. Er hatte die
Cholera an Bord, wurde verdächtigt Waffen geschmuggelt zu haben
(so jedenfalls stand es so in der
NYT),
er musste in den Five Points, den Slums von New York shanghaien und sank mit seinem
Schiff im Taifun vor Hongkong – und überlebte die Havarie gerade so. Rickmers kam auf
abenteuerlichen Wegen dann zurück nach Mittelamerika und schleppte sich am Gelbfieber erkrankt
bis nach New York ins Krankenhaus.
Jürgen Rickmers hatte das Pech, immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Er erlebte den
Sezessionskrieg in den USA, er geriet in den Taiping-Auftsand in China, und auch zu Hause, auf
seiner Insel Föhr, brach 1864 der Krieg aus. Jürgen Rickmers hatte aber auch das große Glück, stets
mit einem blauen Auge davon zu kommen.
Wir erklären die damalige Zeit, die politischen Konflikte und Zusammenhänge, Menschenrechte,
Globalisierung, Technik, Wissenschaft, Kultur, und ziehen immer wieder Vergleiche ins Heute.
Captn Rickmers navigiert uns dabei durch die Zeit. Wir sind bei ihm an Bord und er ist unser
Tourguide auf dieser abenteuerlichen Reise.

Die Macher:
Bente Faust ist seit über 20 Jahren als freischaffender Musiker, Songwriter und Produzent tätig.
Seine zentrale Wirkungsstätte ist das
Off Ya Tree Studio in Hamburg, das er seit 1996 betreibt.
Bente gründete zwei Musiklabels, initiierte 2018 das interdisziplinäre Künstler*innen Kollektiv
Yachtklub_Society“, produziert Musik und Sounddesign für Filme und Theater und war Teil des
Ensembles im Stadttheater Bremerhaven. Kurz: er ist an den Schnittstellen verschiedener Genres zu
finden.
Daniel Hautmann schreibt seit rund 20 Jahren als freier Journalist über Technik, Energie und
Umwelt. Nach seiner Ausbildung zum Industriemechaniker arbeitete er zwei Jahre in den USA,
später dann Ausbildung zum Fachzeitschriftenredakteur in Hamburg.
Daniel ist Spezialist für regenerative Energien, insbesondere Windkraft. Seine Texte sind unter
anderem in Brand Eins, Technology Review, P.M. und der Süddeutschen Zeitung erschienen.

https://www.honigundgold.de/podcasts

 

Richie Arndt präsentiert:

Mississippi – Eine Reise in den tiefen Süden der USA

Konzert / Reisebericht / Fotoshow

Mississippi… Vom Winde verweht, Tom Sawyer, New Orleans, der Blues, Baumwollfelder, Soulfood  und Jazzmusik, all das verbindet man mit dem „Deep South“, dem Süden der USA. Doch wer war schon einmal dort?

Richie Arndt, gerade zum besten zeitgenössischen Bluesmusiker Deutschlands gewählt und mit dem „BiG Blues Award“  ausgezeichnet, machte sich im Sommer 2014  auf den Weg zu den Ursprüngen von Blues, Rock´n`Roll und Jazzmusik. In einer multimedialen Lesung, begleitet von seiner Akustikgitarre und Fotografien seiner spannenden Mississippi-Reise, lässt der international gefragte Gitarrist und Sänger die Südstaaten in seinen Erzählungen lebendig werden und bringt uns den tiefen Süden der USA mit einer Mischung aus Audiovisionsreportage und Konzert näher. Viele weltbekannte Songs, die alle vom Unterlauf des Mississippi kommen und handeln, hat er auf seiner CD „Mississippi – Songs Along The Road“  aufgenommen und präsentiert sie nun Live.

Wie schon bei seiner erfolgreichen musikalischen Lesung „Train Stories“, gibt es bewegende Musik aus den letzten 100 Jahren und Geschichten zum Staunen, Mitfühlen und Dabeisein. Darüber hinaus  präsentiert er großformatig projizierte, beeindruckende und stimmungsvolle Bilder  seiner Reise und liefert tiefe Einblicke in das Leben der Menschen im Süden der USA gestern und heute, – und ganz nebenbei gibt es eine Menge Musikgeschichte und Bildungsentertainment.

www.richiearndt.de

 

 

ZEITREISE

Eine musikalische Lesung mit Inga Rumpf

„Als ich vier Jahre alt war, sang ich auf einer Familienfeier ein paar Volkslieder und jemand drückte mir ein Fünfmarkstück in die Hand. Ich dachte, na, das mach‘ ich öfter.“

Mit diesen Zeilen beginnt Ingas autobiographische Zeitreise (Inga Rumpf: „Darf ich was vorsingen?“, Ellert & Richter Verlag, Hamburg), und sie markieren zugleich den Start einer großen, mehr als fünf Jahrzehnte währenden musikalischen Karriere. Ihren 75. Geburtstag hat Inga Rumpf zum Anlass genommen, ihr erfülltes Leben aufzuschreiben, für ihre Fans und überhaupt für alle Menschen, die spannende Lebensgeschichten mögen. Mit dem parallel erscheinenden Album „Universe of Dreams“ (earMUSIC/edel) hat sie dieses Herzensprojekt veredelt.

Als Songwriterin und Sängerin zahlloser Alltime-Klassiker der Rock-/Pop- und Soulmusik, des Blues, Rhythm’n’Blues, Jazz, Gospel und Folk – in den frühen Anfängen – ist Inga Rumpf zu einer Ikone der Musikszene avanciert. Auf ihren Tourneen rund um den Globus ist sie vom Publikum geliebt und von den Kritikern gefeiert worden. Zurecht, denn diese „schwarze“ Stimme ist genauso gefühlsecht wie ihre energiegeladene Performance. Fans und ihre Band „Friends“ sind glücklich, wenn Inga singt, ihre Seele öffnet und ihnen nach der Show noch winkend ein Lächeln schenkt, bevor sie in die Nacht enteilt.

Auf ihrer musikalischen Lesereise kommt Inga dem Publikum ganz nah. Sie lässt es teilhaben an ihrem Leben, das 1946 im berühmten Hamburger Stadtteil St. Georg beginnt und heute, 75 Jahre später, eine tiefe Erfüllung auf dem Lande gefunden hat. „Goin‘ To The Country“ schrieb Inga 1970 für ihre Band „Frumpy“ – eine mitreißende Ode der Visionärin auf ihrem Weg kreuz und quer durch das Universum der Träume.

Inga liest, singt und spielt. Musik in Wort, Schrift und Gesang, denn natürlich wird Inga sich auch ans Klavier setzen oder ihre geliebte Gitarre in die Hand nehmen. Und die BesucherInnen jeglicher Couleur werden erwartungsfroh an ihren Lippen hängen. Die einen, weil sie sich noch gut an „damals“ und die tollen Inga-Konzerte erinnern. Die anderen, die ihre Töchter aus Sympathie – auch wie „damals“ – wieder Inga nennen. Und schließlich die jungen Inspirierten, die sich an Inga ein Beispiel nehmen und freudig bekennen:

„Na, das mach‘ ich jetzt öfter.“

https://www.ingarumpf.de/